Was ich persönlich bereits seit 2007 erwartet hatte, kommt nun ab 01.01.2009: Google schafft das BPF (Best Practise Funding) Programm ab.
Die Begründung von Google lautet Verwässerung des Gebotssystems durch Agenturrabatte (Provision kann sich bei der Platzierung zum Nachteil der Anzeigenrelevanz auswirken).
Ich persönlich habe bereits auf der OMD 2006 den Schritt von Google begrüßt.
Auch wenn es Usus ist, ist es keine Geschäftsgebaren, wenn Agenturen x% der AE oder des BPF an Kunden weitergeben. Durch diese Änderung, auch wenn erst in 1 Jahr, müssen alle Suchmaschinen-Marketing-Agenturen ihre Preispolitik überdenken und, wie z.B. in den USA, nun ihre Arbeit bewerten und verkaufen.
Hatten es die “0% on Top” SEM die letzten Jahre leicht, so geht dieses Kalkül jetzt nicht mehr auf und sie müssen sich dem Wettbewerb messen, indem sie einen Wert für ihre Arbeit festsetzen.
So und nur so, wird es den Kunden objektiv möglich sein, den Service eines SEM zu bewerten und zu überlegen wieviel er für welchen Service bereit ist zu bezahlen.
In 2008 werden Growth Kicker und Kicker für neue Anzeigenformate wegfallen, dafür die % Sätze bei hohen Umsätzen pro Quartal nach oben angepaßt.
Fazit: Google zeigt sich hier mehr als fair seinen Partnern gegenüber, indem sie bereits 15 Monate vor Abschaffung des BPF informiert werden. Soviel Transparenz kennt man nicht immer von Google.
Durch die Abschaffung entsteht ein neuer Wettbewerb am Markt, der durch Qualität und Leistung bestimmt wird und nicht dadurch, daß einer 0% der andere 5% für seine Dienstleistung in Rechnung stellt.